Außergewöhnliche Belastungen

Außergewöhnliche Belastungen sind zwangsweise anfallende Aufwendungen eines Steuerpflichtigen, die bei der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommen- und Vermögensverhältnisse nicht anfallen.

Dazu gehören z.B.

  • Krankheitskosten nach Abzug einer bestimmten Eigenbeteiligung
  • Ersatzbeschaffung von Hausrat und Kleidung nach Brand-, Unwetterschäden oder Diebstahl, soweit sie nicht durch Versicherung abgedeckt werden können
  • Kosten der Ehescheidung
  • Aufwendungen für den Unterhalt und eine etwaige Berufsausbildung einer dem Steuerpflichtigen oder seinem Ehegatten gegenüber gesetzlich unterhaltsberechtigten Person, für die weder der Steuerpflichtige noch eine andere Person Anspruch auf einen Freibetrag für Kinder oder auf Kindergeld hat.
  • Aufwendungen zur Abgeltung des Sonderbedarfs eines sich in Berufsausbildung befindenden Kindes, für das der Steuerpflichtige einen Freibetrag für Kinder oder Kindergeld erhält.
  • Aufwendungen für die Beschäftigung einer Hilfe im Haushalt unter bestimmten, im Gesetz aufgeführten Voraussetzungen
  • Aufwendungen für die Unterbringung in einem Heim oder die dauernde Unterbringung zur Pflege, sofern die Aufwendungen Kosten für Dienstleistungen enthalten, die mit denen einer Hilfe im Haushalt vergleichbar sind
  • Behinderte Menschen können Pauschbeträge – je nach dem Umfang und der Art der Behinderung in Anspruch nehmen.
  • Hinterbliebene erhalten auf Antrag einen Pauschbetrag jährlich.
  • Steuerpflichtige, die einen hilflosen Angehörigen in ihrer oder in der Wohnung des Hilflosen persönlich pflegen, erhalten einen Pflegepauschbetrag jährlich, wenn sie dafür keine Einnahmen erhalten.
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