Bauabzugssteuer

Mit dem „Gesetz zur Eindämmung illegaler Betätigung im Baugewerbe“ vom 31.08.2001, BStBl 2001 I, 602 wurde ein Steuerabzug zur Sicherung von Steueransprüchen bei Bauleistungen in Form der Bauabzugsteuer eingeführt.

Unternehmer (dazu gehören auch Vermieter mit mehr als zwei vermieteten Wohnungen), die im Inland eine Bauleistung in Auftrag geben, sind seit 01.01.2002 verpflichtet, die so genannte Bauabzugsteuer als Vorauszahlung der beauftragten Bauunternehmer auf ihre Einkommensteuer an das Finanzamt abzuführen.

Die Bauabzugsteuer beträgt 15 Prozent der Rechnung des Bauunternehmers. Dieser Abzug unterbleibt, wenn der leistende Bauunternehmer eine Freistellungsbescheinigung vorlegt oder es sich um einen Bagatellfall (Bagatellgrenze: 5.000 bzw. 15.000 EUR) handelt. Soweit der Steuerabzug nicht erfolgt, wird seitens der Finanzbehörden weder ein Werbungskosten- noch ein Betriebsausgabenabzug für die betreffenden Aufwendungen gewährt.

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